1. Mai 2014: Bożena Domańskas Rede auf dem Marktplatz

Bozena Domanska fordert die 1.-Mai-TeilnehmerInnen auf, Ja zu stimmen zum Mindestlohn von 4000 Franken. Der Mindestlohn ist ein wichtiger Schritt gegen die prekären Anstellungsbedingungen bei der profitorientierten Spitex.

Hier geht es zur Rede.

 

Bożena Domańska für den Prix Courage nominiert: heute noch online Abstimmen!

Bożena Domańska, seit Mai 2013 beim VPOD für das Netzwerk Respekt@vpod angestellt, das sich für die Rechte der Care-MigrantInnen einsetzt, war vom Beobachter für den Prix Courage nominiert.

 

Und hier das Video für die Nominierung!

Skandal: mutige Bożena Domańska entlassen – VPOD ruft zum Boykott auf!

05-domanska_868af2c7a2Die Polin Bożena Domańska kämpft für die Rechte von osteuropäischen Pflegerinnen, die in der Schweiz in Privathaushalten Senioren rund um die Uhr betreuen. Sie kämpft als Gewerkschafterin des VPOD für bessere Arbeitsbedingungen und erhielt dafür viel Medienaufmerksamkeit. Jetzt wurde sie entlassen.

Heute Morgen protestierten rund 40 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter des vpod und anderer Gewerkschaften vor dem Firmensitz der Perspecta AG gegen die Kündigung von Bożena Domańska, die Care-Migrantin aus Polen, die sich unerschrocken für gesetzeskonforme Anstellungsbedingungen bei den gewinnorientierten Spitex-Firmen wehrt.

Der VPOD forderte den Geschäftsleiter der Perspcta AG auf, die missbräuchliche Kündigung zurückzuziehen. Solange dies nicht der Fall ist, ruft der vpod die Bevölkerung zum Boykott der Firma Perspecta auf.

Weiterlesen

„Billige Polinnen“ – Rundschau vom Juni 2011

Aus der Rundschau vom 29.06.2011, 21:01 Uhr

Wer seine alte Mutter zuhause umfassend pflegen lässt, zahlt für eine Pflegerin rasch 10‘000 Franken im Monat. Als Vermittler treten Schweizer Agenturen auf, die sich an die gesetzlichen Schweizer Arbeits- und Lohnbedingungen halten. Doch es geht auch billiger. In der Schweiz sollen inzwischen bis 30‘000 Privatpflegerinnen aus dem Osten arbeiten. Die meisten davon schwarz. Einblick in einen boomenden Markt mit vielen Fragezeichen.

Zischtigsclub mit Bozena und Katharina jetzt online schauen!

Club des Schweizer Fernsehen vom 13. August 2013

Bozena Domanska: «Wir leisten unsere Arbeit gern, aber wir sind nicht mehr bereit, uns ausnützen zu lassen. Viele Frauen haben Angst, sich zu wehren.»

Katharina Prelicz-Huber: «Wir entziehen den Ländern wertvolle Pflegerinnen und erzeugen bei uns ein Lohndumping. Das wirkt sich schlecht auf die Pflegequalität aus und löst längerfristig den Pflegenotstand nicht.»

Sarah Schilliger: «Betreuungs-Arbeit – schon immer prekäre Arbeit, meist unbezahlt von Frauen geleistet – wird nun zwar entlöhnt, aber zu tiefen Löhnen. In Privathaushalten etabliert sich dabei ein Niedriglohnsektor, ein Sonderarbeitsmarkt für Pendelmigrantinnen.»

 

13.8. Zischtigsclub schauen: Bozena und Katharina Prelicz-Huber diskutieren!

Bozena Domanska und die Präsidentin des VPOD, Katharina Prelicz-Huber, sowie die Wissenschaftlerin Sarah Schillinger diskutieren im Club des Schweizer Fernsehen über die  Situation von Langzeitpflegenden.

gesucht_pflegerin_aus_dem_osten_span8

Immer mehr Frauen aus Osteuropa betreuen unsere Betagten. Sie sind beliebt wegen ihrer Herzlichkeit und begehrt, weil sie für geringe Löhne rund um die Uhr arbeiten. Skrupellose Vermittler, aber auch Betagte mit wenig Geld nutzen das schamlos aus. Die Care-Migration aus dem Osten birgt Zündstoff.

Mit der Überalterung wächst auch die Zahl der Betagten, die im Alltag auf Betreuung und Pflege angewiesen sind. Der Personalmangel wird mit Migrantinnen aus Osteuropa kompensiert. Sie verdienen als Arbeits-Pendlerinnen das Geld, das ihre Familien im Herkunftsland dringend benötigen. Viele der Frauen aus Ungarn, Polen oder Tschechien arbeiten schwarz oder unter prekären Bedingungen. Sie sind nicht zuletzt deswegen so beliebt, weil sie sich in die Familie der Betreuten integrieren. Ihre Gutmütigkeit macht sie jedoch besonders anfällig für Ausbeutung jeder Art.

Weiterlesen

«Care Migrantinnen» in der Schweiz

171833.130724_altenpflegeBeitrag aus SRF 4 News aktuell vom 24.07.2013

Früher waren es die Angehörigen, die pflegebedürftige Menschen betreuten. Heute sind es immer häufiger auch so genannte «Care Migrantinnen»: Frauen aus Osteuropa, die in die Schweiz kommen und hier Alte oder Kranke zu Hause umsorgen.

Immer mehr Menschen möchten in der Schweiz zu Hause alt werden und sterben. Auf diese Anforderungen ist das Schweizer Gesundheitssystem noch nicht optimal vorbereitet – weder in finanzieller, noch in personeller Hinsicht.

Da die Pflege zu Hause Privatsache und damit auch eine Frage der eigenen finanziellen Möglichkeiten ist, arbeitet hierzulande eine wachsende Zahl von günstigen Pflegekräften aus Osteuropa. Wie viele es tatsächlich sind, ist nicht bekannt. Verlässliche Angaben fehlen auch weitgehend zu den Arbeitsbedingungen. Klar ist aber: Lebt eine Pflegerin im Haushalt, wo sie tätig ist, ist eine saubere Trennung zwischen Arbeits- und Freizeit schwierig.

Werden künftig noch mehr «Care Migrantinnen» in die Schweiz einreisen, und wird ihre Arbeit weiterhin so billig sein? Iren Bischofberger, Pflegewissenschaftlerin der Kalaidos Fachhochschule diese und weitere Fragen bei Radio SRF 4 «News aktuell» beantwortet.

Geschäfte mit der Pflege – Billigkräfte aus Osteuropa

Frontal21 berichtet über Schwarzarbeit in der Pflege in Deutschland:

Bis zu 400.000 Pflegekräfte aus Osteuropa arbeiten derzeit in Deutschland, schätzen ExpertInnen. Viele von ihnen schwarz. Doch die deutschen Behörden schauen nicht so genau hin, weil sonst ein riesiges soziales Problem entstünde: In immer mehr deutschen Familien werden die billigen Betreuerinnen dringend gebraucht. Und so ist die Schattenwirtschaft in der Pflege seit langem geduldet. Und die rechtliche Auslegung vielen unklar. Betrügerische Agenturen haben es deshalb leicht: Sie vermitteln osteuropäische Pflegekräfte zu Hungerlöhnen, kassieren von deutschen Familien aber ein Vielfaches an Gebühren.

Weiterlesen

„Wenn sie nicht zahlen, gehen wir vor Gericht“

Unbenannt«Wir warten jetzt die Reaktion der Familie ab. Wenn sie nicht zahlen, gehen wir vor Gericht», kündigt Marianne Meyer von der Gewerkschaft VPOD an. Sie unterstützt Haushaltshilfen, die von ihren Arbeitgebern ausgebeutet werden. «Maria ist ein unglaublicher Fall von Lohndumping», sagt Meyer.

Die Rumänin hütete drei Kinder im Alter von sieben, fünf und einem Jahr, organisierte den Haushalt, kochte, putzte, bügelte und kaufte ein – sechs Tage die Woche, von 7.30 Uhr bis 20 Uhr. Ihre Schicht endete erst, wenn sie das Nachtessen abgeräumt hatte. So steht es im Arbeitsvertrag. Marias Lohn: 1200 Franken im Monat.

Wohnen musste sie im Keller der Villa im noblen Basler Bruderholzquartier. «Ich habe wie eine Sklavin gearbeitet», sagt sie zu SonntagsBlick. Vor sechs Wochen wurde ihr fristlos gekündigt. Weil sie mehr Lohn gefordert hatte. Sie bereitet jetzt eine Klage gegen die Familie vor, für deren Kinder sie doch jahrelang wie eine Mutter war.

Weiterlesen

Hilfe aus dem Osten – Care-Migrantinnen in der Schweiz. Dokfilm SRF 1

Hier geht’s zum Film auf der Webseite des Schweizer Fernsehen

Auch verlinkt auf der Seite von Anja.