Bericht des Bundesrates zur Regelung der Pendelmigration: Respekt@vpod erwartet klare Massnahmen!

Ende April publizierte der Bundesrat seinen Bericht „Rechtliche Rahmenbedingungen für Pendelmigration zur Alterspflege“. Der Bundesrat stellte  fest, dass die Arbeitsbedingungen in der 24-Stunden-Betreung unhaltbar sind, dass diese Arbeit psychisch und körperlich sehr belastend ist, dass eine Betreuerin allein diese Arbeit nicht leisten kann und dass auch die Präsenzstunden rund um die Uhr entschädigt werden müssen. Statt nun rasch  zu handeln und das Arbeitsgesetz zur Pflicht zu erklären, will der Bundesrat weitere Abklärungen treffen. Den Firmen, die auf dem Rücken der Care-Migrantinnen gigantische Profite erwirtschaften, gilt es jetzt mit klaren Regeln das Handwerk zu legen.

Rechtliche Rahmenbedingungen für Pendelmigration zur Alterspflege_Bericht BR

SGB USS  Private Hausbetreuung_ Bundesrat muss einen Gang höher schalten_2015-04-29

Aufruf – Wir sind alle Agata!

24 Stunden Arbeit, 6 Stunden Lohn? Damit ist jetzt Schluss!

Wir kommen aus Polen, Ungarn, Rumänien, der Slowakei und betreuen pflegebedürftige Menschen in deren Zuhause rund um die Uhr. Es ist nicht die Arbeit selber, die schlimm ist, sondern dass wir Frauen isoliert in einem Privathaushalt tätig sind, ohne soziale Kontakte, ohne Privatleben, Tag und Nacht verantwortlich für einen kranken Menschen. Ein Leben im Rhythmus von anderen: Vom Essen über das Fernsehprogramm bis hin zu den Nächten ohne Schlaf. Meist erhalten wir dafür einen tiefen oder sehr tiefen Lohn. Doch nun kann sich unsere Situation wesentlich verbessern. Denn auch wir haben Anrecht darauf, dass die Gesetze der Schweiz für uns gelten.

Erstmals hat ein Gericht in Basel unsere Arbeitssituation beurteilt. Geklagt hat Agata J. mit Hilfe des Netzwerks Respekt@VPOD. Das Gericht stellt klar: Sind wir bei einer Firma angestellt, dann muss unsere Arbeit rund um die Uhr bezahlt werden. Agata hat deshalb für drei Einsatzmonate eine Nachzahlung von 15 000.- Franken erhalten. Dies ist ein grosser Erfolg für alle, die in der Schweiz in der 24-h-Betreuung arbeiten.

Sechs weitere Klagen werden in den nächsten Wochen in verschiedenen Kantonen eingereicht.

Respekt@VPOD unterstützt alle seine Mitglieder mit professioneller Rechtsberatung und trägt die Kosten für ein Rechtsverfahren vor Gericht.

Werdet jetzt Mitglied unseres Netzwerks: Wir sind alle Agata!

Respekt Aufruf:  Wir sind alle Agata!

Wszyscy jestesmy agata!

Noi suntem toti Agata!

DSCN0034

Erfolgreiche Klage der polnischen 24-Stunden-Betreuerin Agata J.

DSCN4994Jetzt liegt erstmals ein Urteil vor, wie die 24-Stunden-Betreuung im Privathaushalt entlohnt werden soll. Das basel-städtische Zivilgericht stellt klar: Auch die Rufbereitschaft rund um die Uhr muss entschädigt werden. Im Fall von Agata J. mit dem halben Stundenlohn.

Das ist ein bahnbrechender Erfolg für alle Care-Migrantinnen. Damit wird endlich der Wert ihrer Arbeit anerkannt!

Medienmitteilung Gerichtsurteil 24-h-Betreuung_ 13.3.15

Medienrohstoff Gerichtsurteil 24-h-Betreuung_13.3.15

http://www.srf.ch/sendungen/10vor10

 

 

 

vpod-Frauenkonferenz vom 7./8. November 2014 in Thun

Die Frauenkonferenz des vpod beschloss in ihrem Thesenpapier zur Care-Arbeit im Privathaushalt folgendes:

„Die professionelle Betreuung muss durch einen Service public von hoher Qualität gewährleistet werden. Die Leistungen müssen für die ganze Bevölkerung unabhängig von der finanziellen Leistungsfähigkeit allgemein zugänglich sein. Pflege, Hilfe und Unterstützung, Kinderbetreuung und -erziehung gehören zu den vordringlichen Aufgaben eines Service public, der dem Wohl der Bevölkerung dient und die Gleichstellung von Männern und Frauen verfolgt.

Daher halten die vpod-Frauen fest:

Wir sind der Auffassung, dass professionelle Betreuungsarbeit eine gemeinnützige (nicht gewinnorientierte) Dienstleistung sein muss und dass das Personal, welches in diesem Bereich arbeitet, gute Arbeitsbedingungen und Löhne haben muss.

 

Die neugewählte vpod-Frauenkommission.

Die neugewählte vpod-FrauenkommissionDie Baslerinnen an der Konferenz.

DSCN5136Die Vertreterinnen des Netzwerks Respekt Bozena Domanska und Angelika Wilang.

DSCN5036

Respekt@vpod meets Territorio Doméstico in Zürich

Auf Einladung der Shedhalle Zürich trafen sich polnische Care-Arbeiterinnen vom Respekt-Netzwerk mit Aktivistinnen des Kollektivs ‚Territorio Doméstico‘ – einer Gruppe von Hausarbeiterinnen in Madrid. Der Erfahrungsaustausch zur Organisierung von Hausarbeiterinnen war äusserst inspirierend! Danke Katharina Morawek, dass du dies ermöglicht hast!
Mehr Infos zu Territorio Doméstico und ihre kreativen Methoden:
http://radicalcollectivecare.blogspot.ch/2013/06/territorio-domestico-tools-for.htmlBild Gruppe Bild Theater

 

 

 

Fest zum ersten Geburtstag des VPOD-Netzwerks Respekt!

Am 22. Juni feierten die Care-Migrantinnen und -Migranten „Ein Jahr Netzwerk Respekt“. VPOD-Zentralskeretär Beat Ringger wies darauf hin, dass Respekt europaweit das erste Netzwerk der Care-Migrantinnen ist und dankte den Mitgliedern für ihr wichtiges Engagement im Kampf gegen die Ausbeutung der Frauen aus den osteuropäischen Ländern durch die Firmen der profitorientierten Spitex.

 

DSCN0034

Care Migrantinnen feiern den 1. Geburtstag des Netzwerks Respekt des VPOD.

DSCN0041

DSCN0044

DSCN0053

DSCN0063

DSCN0064

DSCN0065

DSCN0072

DSCN0076

DSCN0077

DSCN0081

 

.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Mai 2014: Bożena Domańskas Rede auf dem Marktplatz

Bozena Domanska fordert die 1.-Mai-TeilnehmerInnen auf, Ja zu stimmen zum Mindestlohn von 4000 Franken. Der Mindestlohn ist ein wichtiger Schritt gegen die prekären Anstellungsbedingungen bei der profitorientierten Spitex.

Hier geht es zur Rede.

 

VPOD protestiert gegen ausbeuterisches Franchise-System von Homeinstead

Das Netzwerk Respekt protestierte vor dem CH-Hauptsitz von Homeinstead in Möhlin gegen das ausbeuterische Franchise-System. Homeinstead kassiert sichere Gewinne, während die Risiken bei den Franchisenehmern bleiben. Diese geben den Druck an ihre Angestellen weiter in Form von prekären Anstellungsbedingungen.

Zur Medienmitteilung geht’s hier.

Der VPOD protestiert gegen das Franchise System von Homeinstead

?????????????????????????????????????????????????????????????? OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA ??????????????????????????????? ??????????????????????

Nicht wir MigrantInnen sind das Problem!

Bozena Domanska vom VPOD-Netzwerk Respekt ist empört über die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative: „Nicht wir MigrantInnen sind das Problem – im Gegenteil: wir MigrantInnen lösen eure Probleme!“

Bożena Domańska für den Prix Courage nominiert: heute noch online Abstimmen!

Bożena Domańska, seit Mai 2013 beim VPOD für das Netzwerk Respekt@vpod angestellt, das sich für die Rechte der Care-MigrantInnen einsetzt, war vom Beobachter für den Prix Courage nominiert.

 

Und hier das Video für die Nominierung!