Betreuung und Pflege im Privathaushalt

Hervorgehoben

  • Bist du 24-Stunden-Betreuerin in einem Privathaushalt?
  • Arbeitest du bei einer Agentur in der Betreuung von Haus zu Haus?
  • Bist du aus Polen, Deutschland, Ungarn, Rumänien, der Schweiz oder einem anderen Land?

 Bei RESPEKT@vpod bist du herzlich willkommen!

respekt-Aktivistin Barbara Metelska in der SRF-Sendung „Kontext“

Die Sommerserie der SRF-Radiosendung „Kontext“ widmet sich Menschen, die sich für ihre Anliegen ausgesprochen engagieren – mit dabei ist respekt-Aktivistin Barbara Metelska. Barbara kämpft zusammen mit dem VPOD seit Jahren für bessere Arbeitsbedingungen der Care-Arbeiterinnen. Zusammen mit Soziologin Sarah Schilliger sprach sie über ihre Erfahrungen, ihre Arbeit und ihren Kampf für bessere Arbeitsbedingungen.

Hier kann die Sendung nachgehört werden (ganz runter scrollen).

Respekt@vpod meets Territorio Doméstico in Zürich

Auf Einladung der Shedhalle Zürich trafen sich polnische Care-Arbeiterinnen vom Respekt-Netzwerk mit Aktivistinnen des Kollektivs ‚Territorio Doméstico‘ – einer Gruppe von Hausarbeiterinnen in Madrid. Der Erfahrungsaustausch zur Organisierung von Hausarbeiterinnen war äusserst inspirierend! Danke Katharina Morawek, dass du dies ermöglicht hast!
Mehr Infos zu Territorio Doméstico und ihre kreativen Methoden:
http://radicalcollectivecare.blogspot.ch/2013/06/territorio-domestico-tools-for.html

Die Daheimangestellten

Respekt Zu Hause alt werdenDas Basler Netzwerk Respekt@VPOD betreut Care-Migrantinnen und geht wenn nötig auch gerichtlich gegen ausbeuterische Arbeitgeber vor. Mit einigem Erfolg. Jetzt plant der VPOD die Ausweitung auf weitere Regionen.

Text: Elvira Wiegers, VPOD-Zentralsekretärin

Bis heute verhindern handfeste politische und wirtschaftliche Interessen eine ganzheitliche Betrachtung und Steuerung des schweizerischen Gesundheitswesens. Obwohl Vergleiche mit dem Ausland belegen, dass Wettbewerb und Privatisierung die Probleme weder lösen noch eine dauerhafte Kostensenkung bewirken, fehlt der Wille, nachhaltige Alternativen zu erarbeiten. Die Folgen: Es mangelt zunehmend an Fachkräften. Und es fehlen zeitgemässe Angebote in der Langzeitpflege. Weiterlesen

Aufruf: Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte und Care-Migrantinnen!

Das Übereinkommen 189 für Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte der Internationalen Arbeiterorganisation (IAO) tritt am 12. November 2015 in Kraft. Danach muss es unverzüglich umgesetzt werden. Die Schweiz ist gefordert.

Hier den Aufruf unterzeichen Weiterlesen

Respekt@vpod gewinnt Chancengleichheitspreis

Der Chancengleichheitspreis beider Basel geht an Respekt@vpod und an die emeritierte Professorin und Genderforscherin Regina Wecker. Mit der Preisverleihung wird das Engagement des Netzwerks Respekt@vpod gewürdigt: Das Sichtbarmachen der gesellschaftlich äusserst wertvollen, aber sehr belastenden Arbeit der Care-Migrantinnen und das Durchsetzen fairer Anstellungsbedingungen.

Respekt@vpod freut sich sehr über diese Würdigung, gleichzeitig ist für uns auch klar: Wir sind noch nicht am Ziel und kämpfen weiter für bessere Arbeitsbedinungen und mehr Wertschätzung.

Die Medienmitteilung der Regierungen Beider Basel kann hier nachgelesen werden.

Care-Migration: Neueste Forschungsergebnisse

Von gesellschaftlichen Realitäten und menschenrechtlichen Pflichten

In den letzten Jahren hat sich auch in der Schweiz ein prekärer Arbeitsmarkt für Betreuungsdienstleistungen in Privathaushalten herausgebildet. Diese bezahlte Pflege- und Betreuungsarbeit wird vorwiegend von Migrantinnen ausgeführt. Wie gehen Beschäftigte mit den Forderungen von Pflegebedürftigen und von Agenturen um? Wird die Schweiz ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen in diesem Bereich gerecht?

Zwei Expertinnen berichten am BiblioTalk über neueste Forschungsergebnisse:  Dr. Sarah Schilliger thematisiert die Bedingungen und Logiken auf dem globalisierten Markt für Care-Arbeit aus soziologischer Perspektive. Dr. Gabriela Medici beurteilt die Care-Arbeitsverhältnisse aus einem juristischen Blickwinkel und erörtert die menschenrechtlichen Gestaltungsprinzipien in diesem Bereich.

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Zwei Jahre RESPEKT@vpod

Gruppenbild_Fest 2 Jahre Respekt_2015-06-20Im Juni feierte das Netzwerk RESPEKT@vpod seinen zweiten Geburtstag. Wie ist das Netzwerk entstanden? Für was setzt es sich ein? Mit welchen Herausforderungen sind die Gewerkschaften heute konfrontiert? Und welche Antworten darauf bietet RESPEKT@vpod?

von Nina Vladović

Betreuung rund um die Uhr und 6 Stunden bezahlt. Die Stellen in der 24-Stunden Betreuung in Privathaushalten sind häufig durch prekäre Arbeitsbedingungen charakterisiert, durch niedrigen Lohn, mangelnde Sicherheit und kurze Kündigungsfrist. Es ist oft unklar, was zur Arbeits- und was zur Freizeit zählt. Die Frauen, die als Live-ins in der 24-Stunden Betreuung arbeiten, haben oft kein Privatleben und sind sozial isoliert. Bożena Domańska, die aus Polen stammt und seit 20 Jahren in der Betreuung pflegebedürftiger Menschen tätig ist, hat sich gegen diese ungerechten Arbeitsbedingungen gewehrt. Sie ist aber nicht die Einzige. Seit dann wehrten sich viele – und zwar erfolgreich. Das letzte Beispiel und ein grosser Erfolg für die Respekt Frauen war die Lohnklage von Agata J. In ihrem Fall urteilte das Zivilgericht in Basel-Stadt, wie die 24-Stunden Betreuungsarbeit in privaten Haushalten entlohnt werden soll. Auch die Rufbereitschaft muss entschädigt werden – im Fall von Agata J. mit dem halben Stundenlohn.

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Bericht des Bundesrates zur Regelung der Pendelmigration: Respekt@vpod erwartet klare Massnahmen!

Ende April publizierte der Bundesrat seinen Bericht „Rechtliche Rahmenbedingungen für Pendelmigration zur Alterspflege“. Der Bundesrat stellte  fest, dass die Arbeitsbedingungen in der 24-Stunden-Betreung unhaltbar sind, dass diese Arbeit psychisch und körperlich sehr belastend ist, dass eine Betreuerin allein diese Arbeit nicht leisten kann und dass auch die Präsenzstunden rund um die Uhr entschädigt werden müssen. Statt nun rasch  zu handeln und das Arbeitsgesetz zur Pflicht zu erklären, will der Bundesrat weitere Abklärungen treffen. Den Firmen, die auf dem Rücken der Care-Migrantinnen gigantische Profite erwirtschaften, gilt es jetzt mit klaren Regeln das Handwerk zu legen.

Rechtliche Rahmenbedingungen für Pendelmigration zur Alterspflege_Bericht BR

SGB USS  Private Hausbetreuung_ Bundesrat muss einen Gang höher schalten_2015-04-29

Aufruf – Wir sind alle Agata!

24 Stunden Arbeit, 6 Stunden Lohn? Damit ist jetzt Schluss!

Wir kommen aus Polen, Ungarn, Rumänien, der Slowakei und betreuen pflegebedürftige Menschen in deren Zuhause rund um die Uhr. Es ist nicht die Arbeit selber, die schlimm ist, sondern dass wir Frauen isoliert in einem Privathaushalt tätig sind, ohne soziale Kontakte, ohne Privatleben, Tag und Nacht verantwortlich für einen kranken Menschen. Ein Leben im Rhythmus von anderen: Vom Essen über das Fernsehprogramm bis hin zu den Nächten ohne Schlaf. Meist erhalten wir dafür einen tiefen oder sehr tiefen Lohn. Doch nun kann sich unsere Situation wesentlich verbessern. Denn auch wir haben Anrecht darauf, dass die Gesetze der Schweiz für uns gelten.

Erstmals hat ein Gericht in Basel unsere Arbeitssituation beurteilt. Geklagt hat Agata J. mit Hilfe des Netzwerks Respekt@VPOD. Das Gericht stellt klar: Sind wir bei einer Firma angestellt, dann muss unsere Arbeit rund um die Uhr bezahlt werden. Agata hat deshalb für drei Einsatzmonate eine Nachzahlung von 15 000.- Franken erhalten. Dies ist ein grosser Erfolg für alle, die in der Schweiz in der 24-h-Betreuung arbeiten.

Sechs weitere Klagen werden in den nächsten Wochen in verschiedenen Kantonen eingereicht.

Respekt@VPOD unterstützt alle seine Mitglieder mit professioneller Rechtsberatung und trägt die Kosten für ein Rechtsverfahren vor Gericht.

Werdet jetzt Mitglied unseres Netzwerks: Wir sind alle Agata!

Respekt Aufruf:  Wir sind alle Agata!

Wszyscy jestesmy agata!

Noi suntem toti Agata!

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